Schuften für den Weltmarkt

Über die Hälfte des weltweit konsumierten Orangensaftes stammt aus Brasilien. Der größte Importeur des Getränkes ist die Europäische Union, die etwa zwei Drittel der Exporte aufnimmt. Davon fallen allein auf Deutschland 17 Prozent. Damit sind wir weltweit die Spitzenreiter im Konsum von Orangensaft. Deshalb lohnt es sich umso mehr, einmal darüber nachzudenken, wo und wie dieser Saft hergestellt wird. Die Christliche Initiative Romero ist der Frage nachgegangen und hat vor Ort in Brasilien die Bedingungen recherchiert, unter denen das Saftkonzentrat entsteht. Die Ergebnisse sind erschreckend!

Bericht aus erster Hand

Zur Veröffentlichung der Recherche von CIR ist eine Delegation aus Brasilien in Deutschland, um über ihre Erfahrungen im Orangenanbau zu berichten, darunter:

ABEL BARRETO hat bereits im Alter von 8 Jahren angefangen auf dem Land zu arbeiten, zunächst bei der Zuckerrohrernte. Heute setzt er sich für die Rechte der LandarbeiterInnen ein und berichtet aus erster Hand darüber, was es bedeutet, die beliebte Zitrusfrucht unter prekären Bedingungen im Akkord zu pflücken und in einer der zahlreichen Sammelunterkünfte fern der Heimat zu leben.

JOAO DE OLIVEIRA, der seit vielen Jahren für Louis Dreyfus Orangen zu Saft verarbeitet, berichtet über die Arbeitsbedingungen in den zahlreichen Fabriken.

Ausbeutung durch Supermärkte in Deutschland

Die an diesem Abend präsentierten Informationen über den Anbau der Orangen bis hin zum Verkauf des Saftes stellt die ganze Lieferkette transparent dar und beleuchten das, was die Lebensmitteleinzelhändler*innen hier in Deutschland nur zu gerne vertuschen: Abhängigkeiten und Ausbeutung.

DIE TERMINE:

Dienstag, 12.04.2016, 19 Uhr, MÜNCHEN

Evangelisches Migrationszentrum, Bergmannstraße 46

ÖPNV: U4/U5 Heimeranplatz, Busse 53,62 und 63

Mittwoch, 13.04.2016, 19.30 Uhr, GÜTERSLOH

Cafe Fairleben, Feldstr. 31